Schneeweiß

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2014/07/14 von Jörn

Die Wände grau, die Türen grau, unterbrochen nur von roten Quadraten. Das Bad ist grau gefliest und die Böden sind graubraun. Nur das Bettzeug ist orange und grün , Oro Blanco –Weißes Gold – so heißt unser Hotel in Uyuni.

... auch in helllbau

… auch in helllbau

Aber noch sind wir vorher auf einem kurzen Stop in Sucre, der Ciudad Blanca, der „weißen Stadt“. Aber die offizielle Hauptstadt Boliviens zeigt sich statt hel strahlend eher farblos, matt und langweilig. Lediglich eine lokale Rally-Veranstaltung bringt etwas Farbe (und Staub) ins beschauliche Stadtleben und wir schnuppern etwas Werkstattluft indem wir zwei Motokiwis (www.twomotokiwis.com) beim wechseln ihrer

Loklale Version der Dakar

Loklale Version der Dakar

KTM-Lichtmaschine zusehen ;-). Unsere Unterkunft ist Biker- und Schraubertreff und in der bleichen Stadt fallen schwarze BMWs besonders auf. So kommen wir an David und weil Stefan an einer kräftigen Erkältung laboriert mach ich mich gemeinsam mit unserem amerikanischen GS-fahrer auf den Weg (http://www.somedaynevermaybe.com/2014/06/salar-de-uyuni-ruta-lagunillas-bolivia.html) zum absolutem Weiß; nach Uyuni und den gleichnamigen Salzsee.

Bitte Mit Wheeliy

Bitte Mit Wheely

Nicht nur der Salar ist reizvoll (und BTW der größte seiner Art), auch die weitere Umgebung um den See ist äußerst bezaubernd und der mit Abstand eindrucksvollste Weg Bolivien Richtung Chile zu verlassen. Die Fahrt über Potosi weiter zum Salar gehört zu den besten Rides die Bolivien zu bieten hat (neben der Yunga-Road und dem Titicaca-Ufer), erstaunlich abwechslungsreich die Landschaft, erstaunlich perfekt die Strasse.

Uyuni, eigentlich eine Arbeiterstadt

Uyuni, eigentlich eine Arbeiterstadt

Wie eine Geisterstadt liegt Uyuni mutterseelenallein auf der weiten ebene, die einzige größere Ansammlung von Menschen im Umkreis von 200 Km, Mitten im nichts. Strassen im Schachbrettmuster, ungewöhnlich breit (man hat ja Platz) aber staubig (nur die Bahnhofstrasse ist gepflastert) und löchrig (man fährt nicht rechts sondern dort wo es am besten geht) und die Eisenbahnvergangenheit ist selbst auf den Strassen allgegenwärtig. Westernflair, aber ohne Flair. Die Eisenbahn ist lange schon kein Geschäft mehr, leben kann Uyuni nur durch Salar und Dakar. Die sind dafür überall präsent.

Typische Tanksituation

Typische Tanksituation

Die umgebenden Landschaften sind genauso unwirklich wie das Dörfchen, aber ästhetisch in einer ganz andern Liga. Wer dies nicht selbst erlebt hat mag es kaum glauben. Doch vor dem Erleben haben die Götter den Schweiß gesetzt: zuerst schwitzen wir in den Schlangen vor den Tankstellen (alle drei sind trocken und bleiben es bis zum frühen Abend) dann fährt David platt und wir transpirieren mächtig beim Wechsel der BEIDEN Reifen. Hier wird mir schnell wieder klar: Schlauchlosfelgen sind eine kluge Erfindung :- ). Doch die Erkenntnis hilft uns heute auch nicht mehr weiter, schwarz wie wir nun sind verschieben wir den Ausflug aufs blendende Weiß auf morgen und gehen zurück zu unserem weißen Gold in grau….

Trotzdem bunte Bilder gibts wie immer unter:

https://moppedrun.wordpress.com/aussichten/bolivien

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