Janosch oder den Letzten beissen die Hunde

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2014/02/12 von Jörn

Die Strassen um Puerto Viejo sind, im Gegensatz zu denen in allen anderen Landesteilen, verkehrsarm, nagelneu und in Topzustand (PV am besten über Cartargo und die N10 anfahren!)  und der versöhnliche Abschied von Costa Rica wird durch die bezaubernde Landschaft auf dem Weg nach Sixaola, dem kleinen Grenzübergang zu Panama, noch weiter unterstrichen. Der Grenzübertritt ist einfach, dauert dennoch unverschämt lange, aber nach drei Stunden sind wir im letzten Land unserer Mittelamerika-Etappe angekommen. Viel später als gedacht, haben wir doch in CR übermäßig viel Zeit verbracht, SONY DSCso dass wir ohne große Umwege direkt Panama-City ansteuern. Die einzige Verbindung zur Hauptstadt erfolgt ohnehin über die PanAm, so dass wir fahrerisch nicht viel einbüßen, aber einige Ausflüge und Zwischenstopps werden wir uns wohl verkneifen müssen.

SONY DSCWas sehr schade ist! Panama riecht zwar nicht von Vorn bis Hinten nach Bananen (gottseidank), aber die Fahrt entlang der wunderschönen Chiriqui-Bucht ist echt ne Wucht. Wir überqueren anschließend das Küstengebirge auf klasse Strassen, eben im feuchten Karibik-Dschungel, flugs über das eher karge nebelige Hochland, dann, nur ein/zwei Stunden später, auf der (windigen!) Südseite durch die Trockenwälder. Einer der besten Rides in Mittelamerika!! Für einen Besuch in Boquete haben wir leider keine Zeit, wir fahren durch bis zur Pazifikküste und versuchen abends einen schönen Platz am Wasser zu finden.

Wir finden Las Lajas, ein gut zugänglicher aber recht spärlich erschlossener Strand. Das einzige Resort am Ort entspricht nicht unserem Budget, aber es gibt nebenan ein paar (seeehr) einfache Hütten direkt am Strand, in denen man schön durch die Wellen in den Schlaf gerauscht wird. In diesem Öko-Hostel müssen die Moppeds zwar draußen bleiben und es wird mit WiFi gegeizt (Elektrosmog?), dafür aber werden Hunde und Pferde von der Schlachtbank gerettet und erhalten hier Gnadenbrot. Das Essen für die Humanoiden ist deshalb selbstredend vegan, und, man muß es erwähnen, brutal gut!

SONY DSCHier bekommen wir, nach so langer Entwöhnung mitten unter Amerikanischen Reisegruppen in Costa Rica, endlich auch mal wieder ein paar „vernünftige“ Menschen serviert. In eine solch abgelegene Ecke verirren sich für gewöhnlich nur Langzeitreisende und andere „lockere“ Gestallten, das macht die Atmosphäre angenehm und die Abende am Lagerfeuer kurzweilig. Außer Stefan und mir logiert lediglich noch einzelnes Männer(eher Jungen)-pärchen in den Hütten, alle anderen Gäste und Mitarbeiter sind Damen :-). Eine dieser netten Damen, die ich zuerst irrtümlich für eine betrunken Österreicherin halte (sorry Sophie 😉 ), erobert sofort einen Platz in unseren Herzen. Von der Beziehung getrennt und von Job gelangweilt legt sie den sicheren Beamtenstatus auf Eis um sich neuen Herausforderungen zu stellen. Sophie ist gerade auf dem Weg nach Kolumbien um sich in Bogota ein Hostel zu kaufen! Nicht wenige werden das Wahnsinn nennen, ich nenne es einfach mal Chuzpe. Wir treffen sie später in Panama-Stadt wieder und als wir die Nachricht erhalten das der Kaufvertrag unterschrieben ist (http://www.hostalbogota.co), rutscht plötzlich Bogota auf unseren Reiseplan. Eigentlich wollten wir ja kalte Millionenstadt in einen großen Bogen umfahren, aber genau dies, die überraschenden und ungeplanten Wendungen, sind ja die Momente die das Reisen so reizvoll machen. Viel Glück Sophie!

Das was wir bis hierher von Panama gesehen haben macht echt Lust auf mehr. Doch leider drängt die Zeit, uns bleiben nur noch ein paar Tage bis zur Abfahrt der Stahlratte. Das diese dann noch, wie wir per e-Mail von unserem Kapitän erfahren, sogar noch einen Tag früher von statten gehen soll, müssen wir leider alle weiterreichenden Panama-Aktionen streichen. Ein kurzer Besuch in Panama-City, ein Abstecher zum Kanal, für weiteres bleibt wohl keine Zeit mehr. Zu gerne wäre ich den Kanal in ganzer Länge mal abgesegelt (auch kleine Boote brauchen mindestens vier Mann an den Leinen um den Kanal befahren zu dürfen, so finden sich in den Häfen oft Kapitäne die noch Hilfskräfte für die Querung suchen!) und das physikalische Ende der PanAm (die ja nicht durchgehend ist, wie jeder weiß, oder?), das sich etwa 200 Km hinter Panama-City befindet, hätte mich auch brennend interessiert. Es war von Anfang an klar das, wenn irgendwo Zeit gekürzt werden muss, dies wohl Panama trifft. Ärgerlich ist es gleichwohl, Panama macht neugierig und wie gerne hätte ich Zeit von Costa Rica zugunsten des Kanallandes verschoben, doch wie heißt es so treffend: den Letzten beißen die Hunde.

Doch noch schwitzen wir am Pazifik. Tagsüber ist der Strand von Las Lajas für meinen Geschmack einfach zu heiß und zu „weit“, doch die Nacht enthüllt die ganze Magie der Küste und heute haben wir Vollmond. Gestärkt mit ein paar Cuba Libre wandern wir mit der gesamten Truppe stundenlang im Silberlicht den Sandstreifen entlang, der 100 Meter breit und 16 Kilometer lang scheinbar endlos die Horizonte verbindet.

Las Lajas: die Nacht enthüllt die Magie,

Las Lajas: die Nacht enthüllt die Magie,

Links irgendwo entfernt liegt das glänzende Meer, rechts schimmern nur ein paar gelegentliche Lichter im dunklen Palmenwald als Verlängerung der funkelnden Sterne oben am klaren Nachthimmel. Leute, das ist gigantisch!

Zwischendurch werfen wir uns kurz ins Wasser, nun ist die Temperatur endlich auch so das der endlose sickernde Dschungelschweiß ausnahmsweise mal versiegt. Damit nun vor der einzigen (kalten) Dusche unserer umweltfreundlichen Herberge kein Stau entsteht kommt jemand auf die Idee, uns das Salzwasser doch einfach im Pool der hiesigen Hotelanlage abzuwaschen. Prinzipiell nicht schlecht, aber das Schwimmbecken ist des Nächtens natürlich bewacht. Doch was sagt der Guard als wir „heimlich“ auf das Grundstück schleichen? „Kein Problem, könnt schwimmen wenn ihr leise seid.“ … was ist DAS denn bitte für ein Nachtwächter?! 😉

SONY DSCAuf dem Parkplatz des Hotel fallen mir jedoch ein paar Motorräder auf, morgens sehe ich zwei Sportenduros hinunter zum Strand flitzen und den ganzen Tag über dröhnt der Sound von Rennschall“dämpfern“ von der Dorfstrasse herüber. Als ich abends meine Kamera zurück nach Hause bringen will (verdammt, die Knipse ist mir vom Stativ gekippt) sehe ich in einer der Palmenhütten am Strand eine wohlbekannte Situation. Im Licht ihrer Stirnlampen basteln zwei Fahrer an ihren DRZs, während etwa acht weitere Menschen zusehen und gute Ratschläge verteilen- ein schönes Bild! Aber einer der Zuschauer hat doch ein St. Pauli-Shirt an, oder? Ich betrete das provisorische Enduro-Camp (die Hotelleitung mag weder laute Musik noch Moppedbasteleien auf ihrem Grund) und werde von einer Horde deutscher Stimmen begrüßt. Die 10-köpfige Sippe aus Hamburg (größtenteils) fliegt gemeinsam alle paar Jahre in entlegene Ecken der Welt um diesen dann auf zwei Rädern unsicher zu machen. Eine sympathische Truppe, viel Benzin wird geredet und die Abuela kreist, Las Lajas macht weiterhin viel Spaß.

Wir hamm den Kanal…

Während tags darauf die Endurobande wieder geradewegs im Busch verschwindet, machen wir uns notgedrungen, brav auf der PanAm, auf den langen heißen Weg direkt nach Panama-Stadt. Obwohl die Zeit drängt sind wir recht langsam unterwegs, ein böiger kräftiger Wind von den Bergen (Panama ist weit weniger flach als angenommen!) bläst uns fast von der Fahrbahn, so dass wir recht gemächlich auf der eigentlich gut ausgebauten Srasse unterwegs sind. Doch auch das kann bereits zu schnell sein!

Im Schatten einer Brücke steht ein Motorrad-Cop und winkt mich heraus. Seine Behauptung, ich wäre in einer 80kmh-Zone viel zu schnell gefahren, halte ich zuerst für einen Vorwand der zu untermauern wäre, aber überraschenderweise will er A) gar kein Geld von mir und B) hält der Transito mir wenig später tatsächlich eine Radarpistole, fest in der Verkleidung seines chinesischen F650-Nachbaus installiert, unter die Nase. 94Km/h zeigt das Gerät, das muss ich wohl glauben. Aber statt eines Strafzettels „vor Ort“ gibt es nur ein eng bedrucktes Papier, auf dem ich aufgefordert werde innerhalb der nächsten 4 Wochen meine Strafe in einem der vielen ATTT-Büros einzuzahlen. 😦

Zu diesem Zeitpunkt weiß ich natürlich nicht was das WIRKLICH bedeutet, von daher genieße ich die weitere Anfahrt auf Panama-Stadt ganz ungeniert. Relativ stressfrei gelangen wir in Citynähe und als sich plötzlich die Puente de las Americas vor uns aufspannt, von deren Scheitel man bereits die leuchtend weiße Skyline der so genannten

und verbindet nicht.

und verbindet nicht.

Cocain-Towers sehen kann, kann ich mir ein lautes Jauchzen nicht verkneifen. Unser Trip ist alles andere als durchgeplant, aber die Vorab-Recherche endete immer in Panama, war der Termin hier doch fix und stellt die Passage über den Darien Gap doch einen natürlichen Meilenstein und Wendepunkt dar. Schien das beim Start der Reise noch alles weit weit weg, räumlich wie zeitlich, stehen wir nun, unvermittelt und irgendwie überraschend, jäh an dieserWegemarke. Hier endet unser „Plan“, hier beginnt Südamerika.

Der Besuch des Panama-Kanals ist obligatorisch und unbedingt empfehlenswert. Wir besuchen zwar nur die „kleinen“ Miraflores-Loks, doch das reicht durchaus um den Kanal erstmal als Verkehrsweg zu begreifen. Spannend hierbei, das Größtenteils immer noch die nun 100 Jahre alten Geräte zum Einsatz kommen, lediglich die Treidel-Lokomotiven und die mechanischen Antriebe der originalen Tore wurden zwischenzeitlich einmal modernisiert.

Noch viel interessanter finde ich jedoch die „Seiteneffekte“ die der Kanalbau dem damals gerade von Kolumbien abgetrennten jungen Landstrich gebracht hat. Die Arbeiten des vormals unter französischer Leitung stehenden ursprünglichem Kanalprojekts wurden vorwiegend aufgegebenen weil Krankheiten Unmengen der Arbeiter dezimierten, weniger wegen planerische oder baulicher Probleme. Der Schlüssel zum erfolgreichen Kanalbau

Panamex-Klasse, auf jeder Seite noch eine handbreit Wasser.

Panamex-Klasse, auf jeder Seite noch eine handbreit Wasser.

war also nicht die Leistungsfähigkeit der späteren amerikanischen Baumaschinen, sondern vielmehr die Tatsache, das in Panama zuerst Strassen asphaltiert, die Abwasser- Kanalisation unterirdisch verlegt und sauberes Trinkwasser bereitgestellt wurde (der Kanalbetreiber versorgt heute noch das zentrale Panama mit Frischwasser!). So erhält man eine kleine Idee davon, welch weit reichende Effekte die Wasserstrasse nicht nur für zB die Wirtschaft der näheren Umgebung hat, die Bedeutung als weltpolitische Warenschlagader läst sich wohl nur erahnen, besonders wenn nach Ende der aktuellen Erweiterung dann Schiffe mit der dreifachen Kapazität die Schleusen passieren können.

Von Casco Viejo aus zeigt sich Panam-City von seiner schönsten Seite. Auf den alten Wehranlagen stehend hat man einen außerordentlichen Blick auf die alten Gassen einerseits (mit der Puente im Hintergrund), während drüben auf der anderen Seite der

Panama Skyline

Panama Skyline

Bucht die Wolkenkratzer um die Wette schimmern (bei Dunkelheit auch noch wechselfarbing angestrahlt). Ansonsten ist die Stadt aber erwähnenswert anstrengend. Außerhalb der kleinen Altstadt, die mich ein bisschen an Lissabon erinnert, ist alles weitläufig und ein richtiges Zentrum existiert nicht. Der Verkehr fließt, unabhängig der Fahrtrichtung, zu keiner Tages- oder Nachtzeit, das Einbahnstraßensystem ist noch konfuser als in San Jose, dafür ist die Stadt auch noch deutlich größer und unübersichtlicher.

Wie unübersichtlich, und das die Panamesen keine Ahnung haben was in ihrer nächsten Umgebung ist, erfahre ich am nächsten Tag (erFAHRen hier wortwörtlich nehmen). Kurz hatte  ich daran gedacht das Knöllchen fürs Zuschnellfahren zu ignorieren, doch wir reisen ja auf dem Seeweg aus, so gäbe es, im Falle des Auffallens, keine Möglichkeit „mal einfach“ umzudrehen und nachzuzahlen. Ich staune allerdings nicht schlecht als die Recherche ergibt, dass das Speeding –Ticket mit immerhin 50 US$ zu Buche schlägt.

Diesen Betrag lässt sich die Staatsmacht sicher nicht entgehen, so mache ich mich auf die mühsame Suche nach der Adresse des nächstgelegenen, auf der Boleta angegebenen ATTT –Büros. Die Tatsache dass es in ganz Panama mehrere Namen für die gleiche Strasse und nur vage Ortsbeschreibungen gibt, erleichtert die Fährtensuche nicht gerade; die absolute Abwesenheit von Hausnummern ist davon nur die konsequente Weiterführung (nicht das etwa nur keine Nummern angebracht sind, es GIBT schlichtweg keine). Hinweise wie „Avenida 45 ist die Lindenstrasse, da wo früher das Kino war“ sind dem Touristen nicht wirklich zielführend. Doch dank Google-Maps, einer langen Liste mit den verschieden Ortsteilen und meines GPS finde ich dann auch irgendwann ein ATTT im nächsten Stadtteil, nur neun Kilometer entfernt. Diese 9000 Meter lassen sich noch recht gnädig zurücklegen, wenn man bedenkt dass die Vierspurige Schnellstrasse durch eine Baustelle auf einen einzigen Fahrstreifen beschränkt wird und an Ampelkreuzungen maximal drei Fahrzeuge queren können – auch das Konzept der grünen Welle ist hier unbekannt. Doch die nette Dame im Büro winkt nur ab: nein, meine Boleta kann ich nicht bezahlen. Das müsste ich „im pueblo“ tun. Ja verdammt, ich bin in einer Millionenstadt und sie schickt mich zurück in die „Dorfmitte“?! Aber zwei, drei markante Punkte kann ich ihrer Wegbeschreibung entnehmen und nach nur 2x nachfragen finde ich wirklich die besagte Niederlassung. Doch auch hier nur Kopfschütteln. Weitere schweißnasse Kilometer später der dritte Anlauf, ich wedle mit dem Knöllchen und, juchu, der Pförtner nickt mich herein. Brav stelle ich mich, wie befohlen, in die Schlange vor der Kasse um eine halbe Stunde später zu erfahren dass ich HIER vollkommen falsch bin. Ja verdammt. Auf einer Fläche von ca 2 km Kantenlänge befinden sich sage und schreibe acht Niederlassungen der ATTT, jede jedoch auf nur ein einziges Fachgebiet ausgerichtet und mit nur einer groben Ahnung wo sich die gesuchte Kasse befinden könnte. Ich mach’s kurz: in der sechsten, mühsam aufgefundenen Filiale bekomme ich dann endlich Gehör, und nach dem Marsch durch die Schreibstuben und neuerlichem Anstehen am Kassenhäuschen bekomme ich endlich den

Jörn Deutsch, 50 US$

Jörn Deutsch, 50 US$

ersehnten Einzahlungsbeleg. Auf dem anschleißenden Heimweg durch den immerwährenden Stau bin ich zwar dehydriert und unterzuckert, aber kann mir trotzdem ein Lächeln abringen. Habe ich doch heute erfahren dass der ATTT, diese absolut konfuse ahnungslose und unübersichtliche Behörde, tatsächlich auch für die Regelungen der Verkehrsampeln in Panama verantwortlich ist! Realsatire vom Feinsten, an jeder zugestauten Rotlicht-Kreuzung. Den Selbstfahrern unter euch kann ich demnach aber wirklich nur empfehlen eventuell anfallende Strafen wenn irgend möglich direkt an Ort und Stelle zu entrichten.

Ein kleines Abschiedsgeschenk macht uns Panama freilich noch: im „Hangar 18“ wird Thrash aus den 80ger gereicht, dazu ein Live-Konzert einer Kreator-Coverband. Klasse, der einzig vernünftige Laden (neben der Sand-Bar) auf der ganzen mittelamerikanischen Landbrücke, dazu noch mit Livemusik! Wie in den Subkulturen üblich findet sich in solchen Kaschemmen immer eine Mischung aus den ganz Stumpfen und den ganz Schlauen ein. Wir haben diesmal Glück und lernen Daniel und seine Band kennen (deren satanistischen Indio-Namen ich leider wieder vergessen habe, disculpe), das pfiffige Kerlchen ist ein wandelndes Musiklexikon! Zur sonntäglichen Probe seiner Combo schaffen wirs wohl nicht, aber er stammt aus Bogota und so, ganz nebenbei, haben wir nun die zweite Einladung in Kolumbiens Hauptstadt. Scheinbar führt uns wohl kein Weg daran vorbei, dann sei es eben so. ;- )

Unser Ladetermin rückt nun greifbar nah und am gemeinsamen Treffpunkt finden sich bereits die ersten Motorradreisenden ein die ebenfalls die Stahlratte entern möchten. Wie befürchtet sind dies meist bärtige bäuchige Biker (bis hierher will ich uns nicht ausnehmen), die aber alle, im Gegensatz zu uns, schon das Rentenalter erreicht haben. Dies ist aber nichts wirklich Neues auf dieser Reise, wir sind gefangen im „Age-Gap“. Fast alle Motorradfahrer die wir bisher getroffen haben sind US-amerikanische/kanadische Rentner die, meist grooooße BMWs fahrend, die Winterflucht in südliche Gefilde angetreten haben, während die junge Backpacker-Crowd, mehr international aber weniger zweirädrig unterwegs ist. Erstere sind 20 Jahre älter, letztere 20 Jahre jünger als wir, und noch schaffen wir es meist eine Brücke in die eine oder andere Richtungen zu schlagen, aber ein paar „mittelalte“ Biker, die mit ähnlichen Fokus, Habitus und Taktung reisen wie wir sind rar gesät.

P1030300Umso mehr freuen wir uns als Don & Jared ihre Fahrgeräte, anders kann man die stark gepimmpte DR und Sertao der beiden nicht bezeichnen, in die Parkbucht steuern. Die Beiden sind eine echte Bereicherung! In den US von A gestartet fahren die beiden scheibchenweise südwärts, lagern ihre Kräder ein, und kommen im nächsten Urlaub zurück zur nächsten Etappe. Jared zB ist die mehr als  6000 km lange Stecke von Los Angeles nach Panama in zwei Läufen je 7 Tage abgeritten um sich nun hier mit seinem Kumpel Donovan zu treffen (der ihn zu diesem Trip überredet hat). Don selbst ist auch ein Original und zufällig kenne ich diesen komischen Vogel bereits durch den exzentrischen Reisebericht seiner Cambodia-Tour (diesen und mehr seiner schrägen Ride-Reports findet ihr unter http://enduroearth.com/).  Puh, das wird ja hoffentlich heiter werden, Stahlratte, here we come!

Ein paar flüchtige Eindrücke von Panama findet ihr unter: https://moppedrun.wordpress.com/aussichten/darien-gap/

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2 Kommentare zu “Janosch oder den Letzten beissen die Hunde

  1. swamp sagt:

    Jorn,
    Im following your blog now. just read your latest post (i think) that covers your journey from panama up to where we are loading the bikes onto the stahlratte. I put a link to your wordpress travel blog on my blog. good travels to you. remember, dont panic 😉

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  2. Blondi sagt:

    Haahaa! Das klingt ja wie bei Asterix …ich bin nur froh, dass Du am Ende den richtigen Schalter gefunden hast! Ich wünsch euch eine gute Überfahrt & freue mich schon auf die nächste Runde skype! …ich glaube diesmal kann ich einen drauf setzten!

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