Tod & Teufel

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2013/10/27 von Jörn

Auch im Umland hat Durango einiges zu bieten und selbst archäologisch weniger wertvolle Gegenstände erhalten hier eine öffentliche Ausstellung.

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

In Aguascaliente befindet sich das Museo Nacional de la Muerte und widmet sich dem Umgang mit dem Tode und dessen Darstellung in Kunst wie in Kultur.

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

Eine ehemalige Privatsammlung bringt Ritualgegenstände, Urnen, Schädel, Altäre, Gemälde und alltäglichen Kitsch unter einem Dach zusammen und zeigt damit den lockeren Umgang der Mexikaner mit dem Ableben (was ja auch das spanische „esta muerte“ – „momentan tot“ wunderbar als vorübergehenden Zustand beschreibt!).

Leider ist man wohl nicht auf Ausländer eingestellt und alle Erklärungen und Videos sind ausschließlich in Landessprache, sehenswert ist diese morbide Ausstellung aber zweifellos, zumal sie weit jenseits von Effekthascherei, aber öfters mal mit einem Kopfschütteln oder heiterem Lachen daherkommt.

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

Museo Nacional de la Muerte

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Die Strasse zwischen Mazatlan und Durango gehört sicherlich zu den Landschaftlich reizvollsten Strecken in ganz Mexico. Inzwischen verbindet zwar eine Autobahn die beiden Städte, die mit der Brücke über die Baluarte-Schlucht sogar mit einen Guiness-Rekord aufbieten kann, doch für Motorradfahrer ist das, meist in Tunnel verlaufende, vierspurige Asphaltband wenig von Reiz.

Die kalte Schulter

Die kalte Schulter

Viel interessanter für uns ist die alte „40 D“. Sie steigt steil von der Küstenebene auf die 3000m hohe Sierre Madre Occidental und führt entlang dem „Espinazo del Diablo“, dem Rückgrat der Teufels, von dem man angeblich direkt hinunter bis in die Hölle blicken kann. Ob dies so stimmt wage ich zu bezweifeln, atemberaubend sind die Ausblicke indes zweifellos, denn das Sträßchen schlängelt sich ohne Randbefestigung längs der Kante von 400m tiefen Schluckten auf und ab. Aber leider zeigt uns der Teufel heute auch noch seine kalte Schulter. Eigentlich ist der Oktober trocken und die beste Reisezeit, aber seit wir das Canyon Land verlasen haben gibt es, ungewöhnlicherweise, jeden Abend Niederschläge. Wir sind heute Morgen etwas zu spät gestartet und so holt uns auf dem Rückweg das schlechte Wetter plötzlich ein. Wie in den Bergen üblich haben wir innerhalb von 10 Minuten Sonnenschein, dichten Nebel und Regenschauer im Wechsel, was die Fahrt zwar noch spannender macht, aber tödlich für Fernblick und Fotolicht ist.

Teuflischer Nebel

Teuflischer Nebel

Ein Highlight ist die Strecke aber allemal. Selbst wer die Kupferschlucht(en) ausgiebig bereist hat (und die mit der Fähre in Mazatlan ankommen sowieso) sollte sich den Abstecher auf die „40 D“ unbedingt gönnen, zumindest den Aufstieg von der Küste zur Mesa Verde… und dran denken: früh aufstehen kann sich manchmal doch auszahlen 😉

(bedingt durch trübes Wetter und trübes Museumslicht ist das Foto-Ergebnis -fast zum düstren Thema passend- nicht gerade berauschend, aber mehr Bilder gibt es wie immer unter „Aussichten – USA & Mexico“)

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Ein Kommentar zu “Tod & Teufel

  1. Miez sagt:

    Oooohhh, sooo viele tolle Totenköpfe. Schöne Bilder. Seid lieb gegrüßt, Miez

    Liken

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