We must drive fifty-five

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2013/09/02 von Jörn

… und zwar 3x täglich soviel, damit wir bis zum vereinbarten Termin für die Erstinspektion unserer Sertaos die erforderlichen Meilen abgespult haben. Aber unser Hotel liegt 20 Meilen von der Innenstadt San Diegos entfernt, recht verkehrsgünstig auf drei Seiten von Schnellstrassen eingekreist, so das wir in weniger als einer Stunde schon den Stadtverkehr hinter uns lassen können. Das Fahren auf den bis zu 8 Spuren (pro Fahrtrichtung natürlich) breiten Interstates ist schon eine Spezialität für sich, vor allem wenn diese sich plötzlich in drei möglich Fahrtrichtungen aufteilen ist die Konfusion beim orientierungssuchenden Motorrad-Touristen besonders groß. Dabei sind unsere beider GPS aktuell „out of order“: eines hat die Anreise nicht überlebt, beim anderen passt die KTM-Halterung nicht an BMW-Lenker – diese beiden dringenden Problemchen zu lösen wird also die große Herausforderung für diese Woche. Alles Andere läuft recht problemlos, viel zu Erledigen bleibt natürlich immer noch, aber durch unsere täglichen Zwangsausflüge ins kühle Hinterland kommt schon so etwas Ähnliches wie Urlaubs-Feeling auf.

Mark Twain wusste bereits das Reisen gefährlich ist… vor allem für Vorurteile. Und bis heute hat sich Nichts daran geändert. Ganz im Gegensatz zum Cowboy-Image was „der“ Amerikaner im Rest der Welt verbreitet, fühlt sich innerhalb der Staaten der Umgang untereinander ganz anders an. Nicht nur das extrem freundlich und zurückhaltend gefahren wird, auch überall wo wir anhalten nimmt sich wirklich jeder die Zeit für nen kleinen Plausch. Man kann von der  belanglosen Quasselei halten was man will, mir jedenfalls ist eine vordergründige Freundlichkeit lieber als ein ehrliches Desinteresse. Selbst die Harley-Crowd an der Bilderbuch-Bikerbar rückt an um zu erfahren was es denn mit den lustigen kleinen Maschinen mit den großen Koffern auf sich hat.

Der American Way Of Drive sieht indes natürlich anders aus und röhrt im V8-Sound an unserem Fenster vorbei. Die Städte bedecken Areale von einer Größe die für Europäer nur schwer vorstellbar sind (allerdings auch nichts mit den Hochhausburgen der asiatischen Metropolen gemeinsam haben), die Distanzen sind mächtig. Vor San Diego liegt der Pazifik, dahinter die Berge, darauf folgt Wüste – aber wenn man möchte lässt sich trotzdem dies alles innerhalb nur eines Tages er“fahren“. Eine ziemlich schräge Gegend, aber sicherlich ein interessantes Urlaubsziel… und ein perfekter Startplatz für die Moppedrunde!

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Ein Kommentar zu “We must drive fifty-five

  1. Anja sagt:

    Hey Biker,

    was die Freundlichkeit angeht, stimme ich dir absolut zu – hab ich auch so erlebt und mir erging es genauso wie dir: Es macht den Tag einfach netter!
    Wünsche euch weiterhin so viele nette Leute auf eurem Weg und bin gepannt auf die nächsten Berichte!

    Habt eine gute Zeit!
    Anja

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